Corona-News
21.12.2020

CORONA: Sozialversicherungsbeiträge & Auszahlung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Sozialversicherungsbeiträge während Corona

Wir sind uns der sehr schwierigen Lage von vielen Gastgewerbeunternehmungen bewusst und wissen auch, dass es für viele Kunden nicht verständlich ist, dass sowohl die Ausgleichskasse wie auch die Pensionskasse die ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge mahnen.

Im Frühling hatte der Bundesrat beschlossen, dass für die AHV/IV/EO und ALV bis zum 30. Juni 2020 die Beiträge nicht zu mahnen sind und dass auch keine Verzugszinsen verlangt werden müssen. 

Heute ist die Ausgangslage aber so, dass der Bundesrat für die aktuelle Situation keinen solchen Beschluss gefasst hat. Wir sind somit gesetzlich gezwungen, die ausstehenden Beiträge zu mahnen und Verzugszinsen in Rechnung zu stellen. Diese Verzugszinsen wie auch die Beiträge müssen von uns dem zentralen Ausgleichsfonds der AHV weitergeleitet werden.

Wir haben im Frühling freiwillig beschlossen, auch bei den Pensionskassenbeiträgen auf Verzugszinsen zu verzichten. Im Bereich der Pensionskasse verzichten wir im Mahnprozess weiterhin auf Verzugszinsen, müssen aber auch hier die ausstehenden Beiträge gemäss den rechtlichen Vorschriften einfordern. 

In ausserordentlichen Fällen haben wir aber bei der Ausgleichskasse sowie bei der Pensionskasse die Möglichkeit, auf Anfrage einen Zahlungsaufschub oder eine Ratenzahlung zu prüfen. Sollten Sie die ausstehenden Beiträge nicht fristgerecht begleichen können, kontaktieren Sie uns bitte so rasch wie möglich, damit wir eine gemeinsame Lösung erarbeiten können. Auch bei anderen Fragen zu Ihren allfälligen Ausständen stehen wir Ihnen als verlässlicher Partner gerne zur Seite. Ihre Anfragen nehmen wir vorzugsweise per E-Mail (inkasso@gastrosocial.ch) entgegen.

Auszahlung der Corona-Erwerbsersatzentschädigung

Vom 17. März 2020 bis 16. September 2020 haben wir über 8‘000 Anmeldungen erhalten, welche zu Zahlungen von rund 114 Mio. Franken an Taggeldern geführt haben. 

Am 4. November 2020 wurde eine neue Regelung für den Erwerbsausfall für Selbstständigerwerbende sowie Personen in arbeitgeberähnlicher Stellung (GmbH- oder AG-Inhaber) mit massgeblicher Umsatzeinbusse kommuniziert. Dies führte allein im Monat November zu rund 6‘000 Neuanmeldungen mit 7‘800 neu zu prüfenden Ansprüchen. 

Trotz dieser komplexen Regelung konnte das Informatiksystem innert kurzer Frist erfolgreich angepasst werden und wir können seit dem 10. Dezember 2020 die entsprechenden Anträge prüfen und allfällige Ansprüche auszahlen. 

Die Priorität der Bearbeitung erfolgt anhand des Eingangs der Anmeldung. Aktuell bestehen nur wenige offene Anträge älter als einen Monat. Wir unternehmen alles, neben den übrigen Ansprüchen (wie Betriebsschliessungen, Veranstaltungsverbot, Kinderbetreuung und angeordneter Quarantäne) auch diese möglichst rasch zu prüfen und auszuzahlen. Dafür haben wir zusätzliche personelle Ressourcen bereitgestellt.

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