Die Altersvorsorge 2020 wirft Fragen auf

Am 24. September 2017 stimmen wir über die Altersvorsorge 2020 ab. Genauer betrachtet handelt es sich um zwei Abstimmungsfragen; die Erste betrifft die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, die Zweite das Bundesgesetz über die Reform der Altersvorsorge 2020.

Die Vorlagen sind miteinander verknüpft, beide müssen angenommen werden, damit sie in Kraft treten. Die Vorlagen betreffen die mittelfristige Sicherung der AHV und der beruflichen Vorsorge.

Aktuelle Rentner sind nicht betroffen. Die laufenden Renten werden nicht verändert, sie werden somit vom Ausgang der Abstimmung nicht tangiert.

Was passiert bei einer Annahme der Vorlagen:

  • Per 01.01.2018: Erhöhung des Referenzalters der Frauen auf 64 Jahre und 3 Monate, Erhöhung der MWSt. um 0.3%
  • Per 01.01.2019: Erhöhung des Referenzalters der Frauen auf 64 Jahre und 6 Monate, Erhöhung der AHV-Neurenten um CHF 70.– und Erhöhung der Ehepaar AHV-Renten von 150% auf 155% einer Maximalrente. Bei der Pensionskasse: Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6.6%; Erhöhung der Altersgutschriften bei zwei Altersklassen; Reduktion und Flexibilisierung des Koordinationsabzugs.
  • Per 01.01.2020: Erhöhung des Referenzalters der Frauen auf 64 Jahre und 9 Monate, Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6.4%
  • Per 01.01.2021: Erhöhung des Referenzalters der Frauen auf 65 Jahre, Erhöhung der MWSt. um weitere 0.3% und Erhöhung der AHV-Beiträge Arbeitnehmer und Arbeitgeber um je 0.15%. Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6.2%
  • Per 01.01.2022: Reduktion des Umwandlungssatzes auf 6.0%

Wir empfehlen Ihnen sich vollständig zu informieren. Auf folgenden Seiten finden Sie ausführliche Informationen:

Bundesamt für Sozialversicherungen BSV
Schweizerischer Arbeitgeberverband – Contra
Dringende Reform – Pro